• Halle entscheidetauf Basis von PTV Visum

    Halle entscheidet
    auf Basis von PTV Visum

Verkehrplus: Verkehrsmodell Großraum Halle


Projekttitel:

Erstellung eines multimodalen Verkehrsmodells als Grundlage für Szenarien und Konzeptentwicklung sowie für die Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen

Auftraggeber:
Stadtverwaltung Halle, Stadtplanungsamt sowie Hallesche Verkehrs AG

Auftragnehmer: verkehrplus Prognose, Planung und Strategieberatung GmbH
Projektlaufzeit:
6 Monate, 11/2011 - 5/2012; Fortschreibung 9-12/2014

Projektbeschreibung:

Das Integrierte Verkehrsmodell Halle (Saale) bildet das Mobilitätsverhalten in der Stadt Halle und in deren Umland ab. Das Modell sollte sowohl für strategische Fragestellungen, als auch für verkehrstechnische Detailuntersuchungen konzipiert werden.

Das multimodale Verkehrsmodell berücksichtigt neben den Pkw-Selbstfahrern und Lkw den ÖPNV, den Fußgänger- und Radverkehr sowie die Pkw-Mitfahrer. Die verkehrsplanerische Behandlung von Stadt-Umland-Beziehungen wird durch eine Ausdehnung des Untersuchungsgebietes in die benachbarten Landkreise gewährleistet.

Eingangsgrößen in das Verkehrsmodell sind:

  • soziodemografische Daten (Einwohnerverteilung, Altersstruktur, Zielgelegenheiten usw.),
  • Verhaltensdaten (auf Basis von Haushaltsbefragungen wie MID und SrV),
  • Daten zum Verkehrsangebot (Verkehrsnetze für alle Verkehrsarten, Fahrplanangebot).

Das Modell ist in der Lage, die tageszeitliche Variabilität der Verkehrsnachfrage realitätsnah abzubilden. Die Ermittlung der verkehrsmittelspezifischen Matrizen für die einzelnen Zeitscheiben erfolgt dabei nicht über die Rückrechnung aus Tagesverkehrsmatrizen. Stattdessen wird die Verkehrsnachfrageberechnung auf Basis der tageszeitlich variierenden Widerstandsmatrizen stundenfein durchgeführt. So können beispielsweise Auswirkungen einer ÖV-Taktverdichtung in den Abendstunden auf den Modal Split quantifiziert werden.

Das Netzmodell umfasst neben dem Hauptnetz auch das komplette Nebennetz. Die einzelnen Abbiegebeziehungen an den Knotenpunkten sind belastungsabhängig modelliert, Widerstände an LSA wurden durch die Berücksichtigung aller Signalzeitenpläne implementiert.

Basis der Berechnung der Verkehrsprognose ist eine kleinräumige Bevölkerungsprognose, aus der die künftige Verteilung der verhaltenshomogenen Personengruppen abgeleitet wurde.

 

Arbeitsschritte:

  • Aufbereitung der Mobilitätsdaten
  • GIS-basierte Strukturdatenaufbereitung
  • Implementierung des Modellalgorithmus (PTV Visum, PTV Visem)
  • Kalibrierung des Modells
  • Schnittstelle zum überregionalen Modell
  • Entwicklung von Szenarien zur Netzentwicklung
  • Verkehrsprognose

Ergebnisse:

  • Verkehrsbelastungen für Pkw, Pkw-Mitfahrer, Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV und Lkw-Verkehr, zeitlich differenziert nach Stunden
  • Erreichbarkeiten
  • Grundlagendaten für weiterführende Konzepte
  • Vergleich von Szenarien

Software & eingesetzte Module:

  • PTV Visum, PTV Visem, VBS-Skripte (Eigenentwicklungen) zur Steuerung der Verfahrensabläufe und zur Ergebnisauswertung sowie zur Berücksichtigung der ÖV-Bedienungshäufigkeit bei der Zielwahl (Erweiterung zu Visem).
  • Umlegungsverfahren: Gleichgewichtsumlegung (Pkw, Lkw), Sukzessivumlegung (1 Iterationsschritt) für Rad- und Fußgängerverkehr, fahrplanfeine Umlegung (ÖV)
  • Teilnetzgenerator
  • Verkehrsuntersuchung Merseburger Str.: zusätzlich PTV Vissim inkl. VisVap und dynamischer Umlegung

 

verkehrplus Prognose, Planung und Strategieberatung GmbH
www.verkehrplus.at

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